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Brutaler Angriff auf obdachlosen Mann: Verdrängung und Menschenfeindlichkeit sind keine Antwort.

Linke rufen zur Kundgebung am Montag auf!

KV Osnabrück Stadt und Fraktion im Rat

 Der brutale Angriff auf einen obdachlosen schwarzen Mann in der Osnabrücker Innenstadt erschüttert Die Linke Osnabrück zutiefst. Er wurde mit einer Glasflasche angegriffen, mehrfach geschlagen und getreten. Ein weiterer Tatverdächtiger hat die Tat gefilmt und den Angreifer angefeuert. Unsere Gedanken sind bei dem Opfer. Wir wünschen ihm eine schnelle und vollständige Genesung. Unsere Solidarität gilt dem Betroffenen und seinem Umfeld. 

Die Linke Osnabrück ruft zu einer Solidaritätskundgebung am Montag, den 27.07. um 18 Uhr am Platz der Deutschen Einheit auf.

Arme, Obdachlose und nicht weiße Personen werden immer häufiger Zielscheibe von Hass und Gewalt, auch in unserer Stadt. Dies wird legitimiert durch Racial Profiling und Verdrängungsmaßnahmen der Osnabrücker Polizei und der Ordnungsbehörde. 

„Ein Mensch wird auf offener Straße brutal zusammengeschlagen, während andere zusehen oder die Tat sogar filmen. Das ist Ausdruck einer erschreckenden Verrohung unserer Gesellschaft“, 

erklärt Nicole Emektas, Ratsfrau und stellvertretende Landesvorsitzende der Linken Niedersachsen.     

„Wir erleben seit Jahren, wie rassistische und faschistische Kräfte versuchen, Menschen gegeneinander auszuspielen. Die AfD macht Stimmung gegen Geflüchtete, Menschen mit Migrationsgeschichte, wohnungslose Menschen und andere gesellschaftlich Benachteiligte. Die Bundes-CDU läuft fleißig nach. Wer Menschen permanent entmenschlicht und als Problem darstellt, trägt zu einem Klima bei, in dem Gewalt leichter möglich wird. Dass sogenannte demokratische Parteien diese Erzählungen teilweise übernehmen oder ihnen politische Legitimität verschaffen, betrachten wir mit großer Sorge.“

Für Die Linke ist der Angriff zugleich ein deutliches Zeichen dafür, dass die kommunale Politik ihre Strategie ändern muss.

Die Waffen- und Alkoholkonsumsverbotszone ist keine Lösung. Sie verdrängt Armut, Suchterkrankungen und Wohnungslosigkeit lediglich aus dem Blickfeld. Die Probleme verschwinden dadurch nicht, sondern verlagern sich in andere Bereiche der Stadt. Offener Drogenkonsum wird inzwischen auch im Umfeld des Marienhospitals und an vielen weiteren Orten Osnabrücks sichtbar. Wer verdrängt, schafft keine Sicherheit – sondern verschiebt soziale Probleme.“

Die Linke fordert deshalb einen kommunalpolitischen Kurswechsel. Statt Repression braucht Osnabrück Prävention und Solidarität. Statt Vertreibung braucht es Housing First, aufsuchende Sozialarbeit, Quartiersarbeit, Begegnungsorte und einen Drogenkonsumraum.

Prof. Dr. Thomas Groß, Oberbürgermeisterkandidat der Linken Osnabrück, erklärt:

„Diese Tat ist ein Weckruf für unsere Stadt. Der neue Stadtrat darf sich nicht damit begnügen, Probleme von einer Straße in die nächste zu verschieben. Sicherheit entsteht nicht durch Verbotszonen, sondern durch soziale Gerechtigkeit. Wer Gewalt verhindern will, muss Wohnungslosigkeit bekämpfen statt wohnungslose Menschen zu verdrängen. Wer Menschen schützen will, muss Rassismus, Faschismus und sozialer Ausgrenzung entschlossen entgegentreten. Der neue Rat trägt die Verantwortung, diesen Kurswechsel einzuleiten.“

Die Linke Osnabrück fordert die lückenlose Aufklärung der Tat sowie einen grundlegenden Wechsel in der kommunalen Sicherheits- und Sozialpolitik. Eine solidarische Stadt schützt Menschen – sie verdrängt sie nicht. 

Die Osnabrücker Linke steht für eine antifaschistische Friedensstadt. Osnabrück für Alle. Alerta!

 

Die Linke Kreisverband Osnabrück Stadt

Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Osnabrück

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