Dr. Thomas Groß
Oberbürgermeisterkandidat für Osnabrück
Liebe Osnabrücker*innen,
ich möchte Oberbürgermeister werden, um drei Hauptziele zu erreichen:
- sozial gerechter Klimaschutz
- mehr Unterstützung von benachteiligten Gruppen
- Förderung des Friedens
Klimaschutz im Verkehr bedeutet vor allen Dingen die Zurückdrängung des Autoverkehrs. Die Straßen dürfen nicht länger nur für Blechkisten da sein, sondern die Fahrradwege und -straßen sowie das Busangebot, und so schnell wie möglich auch eine Stadtbahn, müssen so ausgebaut werden, dass die meisten sicher zu ihren Zielen in der Stadt kommen können, ohne Abgase und Lärm zu produzieren und die Sicherheit der Kinder zu gefährden.
Unsere Stadt, die vor finanziell schwierigen Zeiten steht, muss Leistungen für die Schwächsten Vorrang geben. Statt in eine private Medizinhochschule für die Kinder von Reichen muss mehr Geld in das Angebot an bezahlbaren Wohnungen gesteckt werden, in die schnelle Integration von Flüchtlingen und Eingewanderten sowie in Beratungs- und Betreuungsangebote für benachteiligte Gruppen.
Wenn sich Osnabrück zurecht Friedensstadt nennen will, müssen wir aus dem Jahr 1648 lernen, dass es mühselig, aber möglich ist, mit langjährigen Feinden Frieden zu schließen und dass es darauf ankommt, eine Ordnung zu errichten, die den nächsten Krieg zu verhindern hilft. Aufrüstung ist dagegen immer das Gegenteil von Völkerverständigung.
Bitte unterstützen Sie mich bei der Kommunalwahl am 13. September 2026, damit Osnabrück eine menschenfreundliche und für alle lebenswerte Stadt wird!
Ihr könnt mich / Sie können mich gerne über meine E-Mail-Adresse kontaktieren.
Ihr / Euer Thomas Groß
Über mich
1964 Geburt in Stuttgart
Dezember 1982 Eintritt in die Partei Die Grünen
1983 Abitur am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium in Heidelberg
1983/1984 Zivildienst in der Orthopädischen Klinik München
1985 - 1989 Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Tübingen, Genf und Heidelberg (Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes), Erstes juristisches Staatsexamen in Heidelberg
1989 - 1993 wiss. Hilfskraft bzw. wiss. Mitarbeiter am Institut für deutsches und europäisches Verwaltungsrecht der Universität Heidelberg
1989 - 1993 Referendariat im OLG-Bezirk Karlsruhe, Zweites juristisches Staatsexamen in Stuttgart
1991 - 1993 Mitglied der Vertrauensleute der ÖTV an der Universität Heidelberg
1992 Promotion an der Universität Heidelberg
1992 - 1994 Mitglied im Landesvorstand der Grünen Baden-Württemberg
1993 - 1998 Wiss. Assistent am Institut für deutsches und europäisches Verwaltungsrecht der Universität Heidelberg
1994-1997 Stadtrat der Grün-Alternativen Liste in Heidelberg (u.a. Mitglied im Finanzausschuss, Hauptausschuss, Ausländerrat, Aufsichtsrat Stadtwerke Heidelberg AG)
1998 Habilitation, Erteilung der Lehrbefugnis für Staats- und Verwaltungsrecht, Rechtsvergleichung und Verwaltungs-wissenschaften durch die Juristische Fakultät der Universität Heidelberg
März 1999 Austritt aus der grünen Partei
1999 - 2010 Universitätsprofessor (C4) an der Universität Gießen, Professur für Öffentliches Recht, Rechtsvergleichung und Verwaltungswissenschaft
2006-2011 Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland der Akademie für Raumforschung und Landesplanung
2007 - 2010 Leiter der Refugee Law Clinic an der Universität Gießen (2010 Hessischer Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre)
2007 Vertreter der Klage vor dem Staatsgerichtshof gegen die Studienbeiträge in Hessen
SS 2008 Elternzeit, Umzug nach Osnabrück
SS 2010 – SS 2011 Universitätsprofessor (W3) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Professur für Öffentliches Recht, Umweltrecht und Verwaltungswissenschaft
seit WS 2011/12 Universitätsprofessor (W3) an der Universität Osnabrück, Professur für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsvergleichung
SS 2016 – WS 2017/18 Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften
SS 2018 – WS 2019/20 Mitglied des Senats
Februar 2022 Eintritt in die Linkspartei
ab SS 2024 Mitglied des DFG-Sonderforschungsbereichs „Produktion von Migration“ an der Universität Osnabrück
Wofür ich stehe
Ich trete für das Amt des Oberbürgermeisters von Osnabrück an, weil ich fest davon überzeugt bin: Unsere Stadt kann gerechter, klimafreundlicher und solidarischer werden – wenn wir die richtigen politischen Entscheidungen treffen. Dabei geht es mir nicht um kleine Korrekturen, sondern um eine klare Ausrichtung: Osnabrück soll eine Stadt sein, in der alle Menschen gut leben können, unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Lebenssituation.
Meine Politik ruht auf drei Schwerpunkten:
1. Sozial gerechter Klimaschutz
Klimaschutz ist die größte Aufgabe unserer Zeit – aber er darf nicht zur sozialen Spaltung führen. Unter meiner Verantwortung wird Osnabrück ehrgeizig den Weg zur Klimaneutralität gehen, gleichzeitig aber Rücksicht auf Menschen nehmen, deren finanzieller Spielraum besonders klein ist. Das heißt konkret:
- ein massiver Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs mit einem verlässlichen, eng getakteten Busangebot in allen Stadtteilen,
- die konsequente Weiterplanung einer Stadtbahn,
- Vorrang für Bus, Bahn und Rad vor dem Autoverkehr,
- die Einführung einer sozialen, deutlich günstigeren Variante des Deutschlandtickets,
- sichere und breite Radwege sowie mehr Fahrradstraßen ohne Durchgangsverkehr – so wie es der Radentscheid fordert.
So wird Klimaschutz nicht zur Belastung für Einzelne, sondern zum Gewinn für alle.
2. Unterstützung benachteiligter Gruppen
Eine Stadt muss für ihre Bürgerinnen und Bürger da sein – gerade für diejenigen, die es am schwersten haben. Deshalb will ich die Verwaltung neu ausrichten: Weg von Bürokratie, hin zu echter Unterstützung.
- Die Ausländerbehörde wird zu einem Einwanderungsamt, das Geflüchtete und Zugewanderte nicht drangsaliert, sondern fair, human und zügig entscheidet.
- In der Wohnungspolitik werden wir alle Instrumente nutzen, um die Mieten zu begrenzen, und gleichzeitig das Angebot an Sozialwohnungen massiv ausbauen.
- Angebote für diskriminierte Gruppen – wie die queere Beratungsstelle – werden dauerhaft gesichert und ausgebaut.
- Mit einem Drogenkonsumraum schaffen wir endlich ein Angebot, das Sicherheit, Gesundheitsschutz und Hilfe miteinander verbindet.
So verstehe ich eine solidarische Stadt: niemand wird allein gelassen.
3. Osnabrück als Friedensstadt
Der Titel „Friedensstadt“ ist eine Verpflichtung. Wenn Osnabrück diesem Anspruch gerecht werden will, müssen wir aktiv für Frieden eintreten – in unserer Stadt und darüber hinaus. In der Tradition von Erich Maria Remarque lehne ich den aktuellen Aufrüstungskurs ab. Stattdessen will ich Aufklärung und Projekte stärken, die zivile Konfliktlösungen und internationale Verständigung fördern.
Ein zentrales Anliegen ist für mich, die Umwandlung des VW-Werks in eine Rüstungsschmiede zu verhindern. Osnabrück soll für eine Zukunft stehen, in der Arbeit nicht von Kriegsproduktion abhängt, sondern von Innovation, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Fortschritt.
Diese drei Schwerpunkte – sozial gerechter Klimaschutz, Unterstützung benachteiligter Gruppen und Osnabrück als Friedensstadt – bilden das Fundament meiner Kandidatur. Ich will einen Wahlkampf führen, der Mut macht und Lust auf Veränderung weckt. Denn ich glaube fest daran: Gemeinsam können wir Osnabrück zu einer Stadt machen, die sozial, ökologisch und friedlich in die Zukunft geht.
Wer ich bin
Ich bin 61 Jahre alt, getrennt lebend, und habe einen erwachsenen Sohn. Aufgewachsen in Süddeutschland, wohne ich seit 18 Jahren in Osnabrück im Stadtteil Wüste, ganz ohne Auto - und Führerschein.
Ich unterrichte an der Osnabrücker Universität die Fächer Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsvergleichung. Zwei meiner wissenschaftlichen Schwerpunkte sind das Klimaschutzrecht, das die deutschen Behörden und Gerichte leider nicht energisch genug durchsetzen, und das Migrationsrecht, wo ich mich schon lange für die Einhaltung der Menschenrechte von Flüchtlingen und Eingewanderten und für die Verbesserung ihrer Teilhabe in unserer vielfältigen Gesellschaft einsetze.
In meiner Freizeit unternehme ich gerne Ausflüge in das nähere und weitere Umland, lese Bücher, zuletzt einige von Remarque, der nicht nur über die Schrecken des Kriegs, sondern auch über die Drangsalierung von Flüchtlingen geschrieben hat, oder besuche das Theater und Konzerte.
Kontaktformular
für Anfragen an Thomas Groß
Kontakt:
E-Mail: thomas.gross@dielinke-os-stadt.de
Postalisch bitte an:
Die Linke Kreisverband Osnabrück Stadt - Zu Händen Dr. Thomas Groß
Parkstraße 24a, 49080 Osnabrück
- PM-OBWahlLinkeOsna.pdf PDF-Datei (125 KB)


